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04.03.2013

Parodontitis und Herzinfarkt

Über vierzig Prozent aller Todesfälle in Deutschland werden durch Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauferkrankungen verursacht. Etwa 280.000 Menschen erleiden allein in Deutschland jedes Jahr einen Herzinfarkt, knapp...

Parodontitis und ihre Wechselwirkungen

  • Parodontitis erhöht Risiko für Schlaganfall

    Seit einigen Jahren mehren sich die Hinweise auf Zusammenhänge zwischen Parodontitis und Allgemeinerkrankungen. Parodontitis wird verursacht durch Bakterien im Biofilm, getriggert durch die Immunantwort, die letztlich zu Gewebsabbau führt. Schwere Parodontitis ist mit Prävalenzen von 20 bis 35 Prozent weit verbreitet und stellt einen Hauptgrund für Extraktionen in der zweiten Lebenshälfte dar. Die Therapie muss ursachengerichtet und antiinfektiös sein.

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  • Gehäufte Inzidenz von Karzinomen

    Die Ursachen einer Krebserkrankung sind überwiegend exogen: Rauchen, Alkoholkonsum, falsche Ernährung und metabolisches Syndrom sowie Gefährdungen am Arbeitsplatz, Umweltverschmutzung und Infektionen. Liegt eine Parodontitis vor, so haben diese Personen eine 15 bis 55 Prozent höhere Krebserkrankungsrate, verglichen mit Personen ohne Parodontitis. Häufig findet sich bei Parodontitis-Erkrankten eine gehäufte Inzidenz von Lungenkrebs, Pankreaskarzinomen, hämatologischen Krebserkrankungen und insbesondere Kopf- Hals- und Ösophagustumoren.

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  • Mikrobiologie und Infektiologie der Parodontitis

    Gut abgesichert ist, dass die orale mikrobiologische Ökonische mehr als 500 Bakterienspezies beinhaltet. Deren Zusammensetzung variiert. Zunächst binden sich frühe Kolonisierer wie Streptokokken an das Pellikel. Nach wenigen Tagen werden die Gram-positiven lonisierer mit einem anaeroben Milieu konfrontiert, es setzt eine zweite Siedlungsphase ein, und eine Population filamentöser Bakterien entsteht.

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  • Prävention von Herz- und Gefäßerkrankungen
    durch Zahnärzte

    Die Atherosklerose ist eine generalisierte Erkrankung, die bei Vorliegen eines entsprechenden Risikoprofils alle Gefäße befallen kann. Entzündliche Gefäßwandprozesse beeinflussen nicht nur die Entstehung der Atherosklerose, sondern können letztlich auch zu einer Plaqueruptur mit Auftreten eines atherothrombotischen Ereignisses wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.

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  • Studien belegen Zusammenhang von Parodontitis
    und Herzerkrankungen

    Die Ergebnisse experimenteller Studien, aber auch epidemiologischer Analysen geben einen deutlichen Hinweis, dass gemeinsame Risikofaktoren für einen Zusammenhang von parodontalen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine substanzielle Rolle spielen. Insbesondere die „Entzündungs-Hypothese“ weist auf einen kausalen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Atherosklerose hin.

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  • Zahn- und Stoffwechselmediziner
    sollten kooperieren

    Parodontitis und Diabetes mellitus sind chronisch systemische Erkrankungsbilder mit hoher Prävalenz, die sich gegenseitig beeinflussen. Zahlreiche Studien belegen die bidirektionale Beziehung zwischen entzündlichen Erkrankungen des Parodonts und gestörtem Glukosestoff wechsel. Einerseits wird die Entstehung, Progression und der Schweregrad einer Parodontitis durch Diabetes begünstigt. Andererseits erschwert eine Parodontitis die glykämische Kontrolle bei Diabetespatienten. Durch Parodontitis steigt das Risiko für mit Diabetes assoziierte mikro- und makrovaskuläre Komplikationen.

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Das Kompendium der fachübergreifenden Zusammenhänge zwischen Parodontitis
und Allgemeinmedizin können Sie auch als Heft downloaden.

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Autoren

  • Dr. Corinna Bruckmann, MSc

    Dr. Corinna Bruckmann, MSc

    Sie ist an der MedUni in Wien in der Division für Konservierende Zahnheilkunde, Parodontologie und Prophylaxe tätig und leitet den postgradualen Hochschullehrgang „Paromaster”. Sie ist spezialisierte Parodontologin nach DGP und ÖGP und Referentin auf nationalen und internationalen Kongressen.

  • Prof. Dr. med. Marion Brigitta Kiechle

    Prof. Dr. med. Marion Brigitta Kiechle

    Berufung auf den Lehrstuhl für Frauenheilkunde der TU München im Dezember 1999. Seit Oktober 2000 leitet sie als Direktorin die Frauenklinik rechts der Isar der TU München. Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt ist gynäkologische Onkologie. Im Oktober 2007 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.

  • Prof. Dr. med. Marion Brigitta Kiechle

    Prof. Dr. Reinier Mutters

    Der Leiter Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Marburg promovierte und habilitierte sich in Medizinischer Mikrobiologie. Er veröffentlichte mehr als 130 Zeitschriften- und Buchbeiträge und tritt als Hygieneexperte im Dental Online College auf. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u. a. in den Bereichen Infektionsepidemiologie, Antibiotikaresistenz sowie orale Mikrobiologie.

  • Prof. Dr. med. Marion Brigitta Kiechle

    Prof. Dr. Gerald Seinost

    Der Internist ist an der Universität Graz in der klinischen Abteilung für Angiologie tätig. Er habilitierte 2005 zum Thema „Parodontale Behandlung verbessert die endotheliale Dysfunktion bei Patienten mit schwerer Parodontitis“. Er publizierte zahlreiche Artikel zu angiologischen Themen und ist Referent auf Kongressen und Symposien.

  • Prof. Dr. med. Marion Brigitta Kiechle

    Prof. Dr. med. Jürgen Ennker

    Facharzt für Chirurgie, seit 1994 ärztlicher Direktor und Leitender Arzt der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie des Herzzentrums Lahr/Baden und Professor an der Universität Witten Herdecke. Er besitzt die Weiterbildungsermächtigung für das Fach Herzchirurgie. Er hat (teilweise als Co-Autor) zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht.

  • Prof. Dr. med. Marion Brigitta Kiechle

    Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe

    Prof. Tschöpe, Internist, Endokrinologe, Diabetologe, Gastroenterologe sowie Gesundheitsökonom, ist seit 2003 Lehrstuhlinhalber an der Ruhr-Universität Bochum. Er steht dem Diabeteszentrum am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen als Direktor vor und führt den Vorsitz der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ in der Deutschen Diabetes-Stiftung.